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Woche 8

17. November 2008 Montag

Zimmerleute im Einsatz

Heute war wieder Bauleiter Tag.
Ein paar Fragen zum Thema Fugen des Klinkers, wann kommt der Kran weg, wann das Gerüst. Kleinheiten, nichts wirklich bewegendes.
Die Installateure haben die Lokushalterungen respektive Spülkästen angebracht und schon einiges an Rohren verlegt. Es geht weiter.
Dank der Dachfolie ist das Haus schon gut getrocknet. Es ist keine feuchte Stelle mehr zu sehen. Ich weiss, ich weiss... ein Tetra-Pack wirkt aussen auch trocken. Aber sieht schon gut aus.
Diese Woche werde ich die “Rauhspundlage” in Angriff nehmen. Dann ist der Dachboden begehbar.

18. November 2008 Dienstag

Die Installateure sind trotz Hundewetter munter dabei. Der Wind pfeift herbstlich durch die Stube. Nieselregen. Die Fenster werden noch 3-4 Wochen brauchen.
Die Wandinstallationen für die Klos sind aufgehängt bzw. aufgestellt und müssen noch ein und ummauert werden. Oben im Bad sieht das recht orginell aus. Auf keinen Fall sollte man dort Platz nehmen.

Ein Fall für das MoMA
Museum of modern ArtBeuys´scher Kacktempel

Über dem Klo wird ein 134x140 cm grosses Dachfenster eingebaut. Man muss bei der Verrichtung also nicht den Schädel einziehen. Stehpinkeln geht allerdings nur bei gutem Wetter...

Der Bauunternehmer Herr Schmies hat heute angekündigt, den Kran dieser Tage abzuholen. Dann wirds leer auf der Parzelle. Den restlichen Klinker schenkt er uns.

19. November 2008 Mittwoch

Ein Mann ein Wort. Natürlich war die Truppe gleich heute vor Ort um den Kran zu holen. Netterweise hat man uns den übrigen Klinker in die entfernteste Ecke gestellt. Da nimmt er keinen Platz weg. Interessantes Schauspiel, das Zusammenklappen des Kranes. Kein Stündchen, dann legte der Konvoi ab zur nächsten Baustelle.

Erst hat sich der Kran selbst seine Räder ran geholt. Ein Gerät, das sich quasi allein wegräumt. Beispielhaft.

Dann wurde er weg geklappt wie ein Klappmesser. 

Auf den Haken genommen.....

... dann ging es roadtrain-mässig auf den Weg.

Die Karawane zieht weiter...

Natürlich war auch das Installations-Gewerk ( oder darf man da noch immer Klempner sagen?) simultan vor Ort und hat die Wasserleitungen verlegt.
Als Sicherheitsbeauftragter würde ich sagen: Alles Stolperfallen. Na, es muss wohl so.

Der Kran ist weg

Das Baustellenklo hat jetzt eine höchst interessante Schräglage. Das ist nur was für Männer ohne Nerven.

Nachdem der Dachdecker, so Petrus es zulässt, am 26. und 27. November die Ziegel aufgelegt hat, kommt auch zeitnah das Gerüst weg. Das Gebäude sollte darauf noch etwas an optischer Attraktivität gewinnen. Dann wird sich zeigen, wieviel 3 Meter von der Grenze wirklich ist und die Versorger können ihre Leitungen legen.

20. November 2008 Donnerstag

Etwas unglaubliches ist passiert. Ich, Magnus, war heute NICHT auf der Baustelle. Nicht kurz, nicht lange, ü b e r h a u p t nicht. Und das mit Absicht. Ich wollte einfach mal Abstand gewinnen. Die Anspannung der letzten Tage abwerfen, mal was anderes sehen. Har Har.
Am wichtigsten war aber: es hat geschüttet wie aus Eimern und ich hatte kein Auto.

Melanie war nachmittags dort und hat schon mal was aufgeräumt. Der Sturm hat Folie über den Platz gefetzt. Bevor die in Nachbars Garten landet, lieber dingfest machen.

21. November 2008 Freitag

Heute habe ich die Platten auf dem “ Dachboden “ mal in Lage gerückt. Riesenteile, schweineschwer. 2,50m x 1,25m und gefühlte 300 kg. Dazu kommt erschwerend dass ich direkt proportional zur Progression der Distanz zum Erdmittelpunkt zunehmend negative Impressionen generiere. Also Höhenkoller. Auf den Dachsparren zu balancieren über dem offenen Treppenhaus ist so ganz und gar nicht meine Passion. Hat aber geklappt.
Bevor ich die aber anschrauben kann, muss noch die Lage der Bodenluke geklärt werden.

Schade ist, dass ein kompletter Witterungsumschwung mit Sturm, Hagel, Regen und Kälte den Bau wieder durchfeuchtet. Gut ist allerdings, dass wir schon so weit gekommen sind.

Der Extra-Kracher zum Wochenende: die WFA hat uns mit freudiger Anteilnahme endlich das Geld bewilligt. Zur Stunde ist noch kein Eingang zu verzeichnen. Ich hoffe auf 300 Millionen... kann ja klappen. Die sind dann garantiert auch weg.

22. November 2008 Samstag

Schnee-Malheur! Der ganze Bau ist eingeschneit - fast nahezu - na gut, mehr mit Schnee bedeckt. Also geschlossene Dünnst-Schneedecke auf dem Dach.
Ein Zeichen für gute Isolierung, oder ausgeglichenes Temperaturprofil innen und aussen.

Vor der Terrasse hat sich die Sürenheider Seenplatte gebildet. Ich glaube, der Verzicht auf einen Keller wird sich auf lange Sicht bezahlt machen, wenn einer weiss, was ich meine. Irgendeine Schicht im Boden ist minder permeabel was Wasser betrifft. Klar, es ist über kurz oder lang versickert. Trotzdem gut, dass das Haus oberhalb der betreffenden Lage steht.

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