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9. März 2009 Montag
Montag 8.30 Uhr. Wieder 60 Liter Wasser innert 14 Stunden in den Küben. Das Tropenklima hält nach wie vor an, die Wände werden immer weisser, die Tropfen an der Decke immer weniger. Man kann gut verfolgen, wo Beton oder Mörtel in grösseren Mengen hinter dem Putz stecken. Da ist´s noch dunkelbeige. Die Rollokästen zeigen auch langsam Ansatz von Trockenheit. Also richtig gut. Der Stromverbrauch -frohlock- rund 40 KWh. Das ist eine andere Hausnummer wie am Tag 1 mit rund 200 KWh.
Melanie hat unser Treppengeländer zum zweiten Male grundiert. Das soll ein Masterpiece werden. Im milden Regenwaldklima tropfte der Schweiss im Gleichtakt mit dem Trockengerät. Ich tippe mal, da wurden einige Liter Extra-Flüssigkeit eingebracht. Ich sach noch, trink wenigstens das Wasser aus dem Kübel, dann kommt nix von aussen rein. Aber nein, es muss ja wieder ein Liter mitgebrachtes Mineralwasser in den Bau geschwitzt werden. Was das kostet...!
Derweil habe ich mich im Baumarkt erfrischt und eine Mehrzweckleiter erstanden und noch einiges mehr. Damit wir dem Finanzamt auch ordentlich einen präsentieren können, wenn die Baustelle abgeschlossen wird.
Und das wird so lange gar nicht mehr dauern. Stichtag ist der 1. Mai. Wonnemonat. Dann wollen wir alles tapeziert, angemalt, verfliest und verkorkst haben. Nebenbei unsere Habseligkeiten von a nach b verfrachtet und ein wenig Aussengelände gestaltet haben. Der Lateiner bemerkt dazu: jetzt wird’s erst richtig spannend.
Aber wir glauben, wir haben das gut durchdacht. Trocken wird die Stube sein. Ich behaupte mal staatsmännisch: wir sind gut aufgestellt.
Ja und dann wird dieses Tagebuch auch enden. Wie wir uns einrichten und alles weitere fällt in den Bereich: not for public use. Bis dahin wird aber noch einiges an Wasser die Wände runterfliessen.
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