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Woche 20

9. Februar 2009 Montag

Wochenauftakt mit Paukenschlag. Heute meldet sich Herr Schmies. Die Gemeinde Verl fordert den sofortigen Abbau des Baustromkastens der ungesichert am Kinderspielplatz steht. Ausserdem sei ein ungesichertes Kabel dran. Gut, da hängt kein Schloss dran. Ich hab ja selber Kinder, eins zumindest. Der Kasten steht rund 25 Meter vom Spielplatz jenseits des Baches (ein ungesicherter Bach am Spielplatz - wie sinnig...) Hallo???
Herr Schmies ist nicht komplett zu Unrecht davon ausgegangen, dass das ein Baugebiet ist. Alles klar, ich mach da morgen ein Schlösschen vor, dann ist Ruh.
Tipp für die Gemeinde: die 500 Köter, die dort unangeleint rumlaufen und die ganze Gegend inclusive Spielplatz komplett zuscheissen, sind o.k.? Liberal, liberal... Kleiner Ärger, bald vergessen.

Aber egal, wir lassen uns nicht verdriessen.
Mein Schwiegerpa spachtelt gerade die Fugen in seiner Filigrandecke.
Neues vom Bauleiter: Mittwoch 9.00 findet der weltberühmte Blower-Doortest statt. Unmittelbar darauf soll der Heizungsinstallateur die Fussbodenheizung einbauen. Dicht gefolgt vom Estrichleger.
Dann mal toi toi toi.

10. Februar 2009 Dienstag

Heute kam ich auf die Baustelle und da spachtelte ein Maler die Wohnzimmerdecke. Der kam von der Betonfirma, die uns die Betonplatten geliefert haben. An einer Stelle war eine mittelgrosse Stelle, die beim Giessen wohl angebacken war. Wurde heute unbürokratisch erledigt.

Ich selbst musste auf dem Spitzboden noch was machen. Verlängerungen im strömenden Regen an den Baustromkasten (jetzt neu - abschliessbar!!!) angesteckt, Baustrahler angeschlossen. Eine Minute drauf - FUPP - Licht aus. Ich denk noch, wat nu? Wollte ich eine Lampe im Baumarkt holen, bot der Maler mir seine an. Passt ja, also Connection. Keine 30 Sekunden drauf - FUPP - Dunkel. Aber richtig. Scheisse das, also doch zum Baumarkt. Ich merke dies dem Maler an.
“Ich hab noch ne Taschenlampe” meint er, das ist die Rettung. Die Taschen-lampe musste man sich vor die Stirn schnallen. Noch besser. Eine Grubenlampe für den Dachboden. Im trauten Schein von 16 LEDs mittelblau ging das Werk dann flott von der Hand. Den Mann hatte der Himmel geschickt, oder war das das Betonwerk?
Egal.

11. Februar 2009 Mittwoch

Der Blower-Door Test.

Tja, was soll ich sagen. Über dieses Ereignis gibt es erschreckend wenig zu berichten. Ich habe mir das epochaler vorgestellt. Als ich um 9.00 Uhr wegen erheblichen Glatteises mit dem Rad angerauscht kam, war die Chose schon fast gelaufen. Unser Bauleiter musste wegen Grippe absagen. Ging aber auch ohne.

Kurz gesagt: rund 1,2 Punkte bei 3 erlaubten. Also dicht genug. Bei einigen Fenstern zieht es just auf der Luv-Seite, da wo der Wind herkommt. Da muss wieder etwas gemacht werden. Da komme ich eigentlich nicht mehr so richtig mit, was dieses Thema betrifft. Nun ja...

Zum Ablauf: in die Haustür wird eine Plane gespannt, darin der Ventilator nebst einiger Steuer- und Messgeräte. Dann zieht der Venti die Luft aus dem Haus und der Operator schreitet mit einem elektronischen Luftzugmesser, ich glaube das Teil heisst Anemometer, von Punkt zu Punkt. Messpunkte sind z. B. : die Fenster rundum, die Steckdosen in der Aussenwand, die Rollokästen, der Hohlraum der Dachbodendecke, die Abklebungen im Spitzboden etc.
Wie gesagt, zwei, drei Fenster sind zugig, sonst alles im Geltungsbereich.

Man weiss nicht, ob man lachen oder weinen soll, in einer hermetischen Dose zu leben. Da werden wir einen ausgeklügelten Lüftungsplan entwerfen.... so schlimm wird’s nicht werden. Bei uns steht eigentlich immer was offen und wenn die Bude erst mal baugetrocknet ist, wird es keine Probleme mit Schimmel (ha ha) geben.

Vorher

Der Test

Alles klar, Herr Schimmel? (Impression aus der Nachbarschaft)

12. Februar 2009 Donnerstag

Seit heute früh arbeiten die Heizungsinstallateure an eben der Heizung. So ganz zufrieden sind die nicht mit den Vorgewerken.... Die Verteilerkästen für die Heizrohre sind wohl dergestalt eingebaut, dass die Jungs erstmal ein Weilchen den Fäustel kreisen lassen mussten. Und die Elektrik liegt teilweise im Weg. Handwerkerprobleme eben. Es gibt ja immer was zu schimpfen. Na Hauptsache, die werden fertig damit.

Zu sehen ist noch nicht viel um halb zehn morgens in Deutschland. Komisch, ich hab plötzlich Hunger auf ne Knusperwaffel... dabei mag ich den Mist garnicht.

FREITAG DER 13

Schon wieder halb zehn Uhr in Deutschland und kein Knoppers zur Hand.

Habe einen Prospekt mit Heizkörpern in Empfang genommen. Der muss noch mit ins Bad. Unter dem Drempel fällt der nicht weiter auf. Ein Tribut an die geringe Fläche, da reicht die Fussbodenheizung nicht um 34 Grad zu erzeugen... ;-)
Und wer will schon ein Knoppers, wenn er ein Brötje haben kann...?

Die Jungs haben derweil einen guten Teil der unteren Lagen des Styropors eingebracht. Darauf kommt noch mal eine Lage von Irgendwas und darauf werden die Heizschlangen verlegt. Dann noch Estrich und fertig.

Unser “lichtdurchflutetes” Wohnzimmer...
Bei dieser klischee-Formulierung aus diversen Wohnfibeln kriege ich einen Würgreiz.

Jetzt mit Styropor verkleidet. sofort weniger Licht... oder liegt das am Wetter?

Paketsendung für Schimmel. Das muss auch noch alles mit rein.

Das muss alles verbastelt werden

Überall die Sch...tromkabel im Weg.

Extraröhren für den Heizkörper im Bad.

14. Februar 2009 Samstag

Kurzer Lokaltermin am heutigen Samstag. Wir wollten nicht lange mit Socken auf dem Belag herum laufen. Das Styropor ist superwarm, aber dieses Silbergedöns eisekalt. So ist das wohl gedacht, damit die Wärme nach oben strahlt. Funktioniert eindeutig.

Wohnzimmer

Die Oberfläche ist die sog. CosmoRoll Faltbahn. Ein FB- Heizung Clicksystem quasi. Habe das mal gegoogelt.

Mehr hier.

Zwischen den Rohren kommt die Wärmepumpe zustande. Es scheint da ja tatsächlich was zu fehlen....

Der Abfluss und die Rohre sind schick in diesem Perlite eingepackt. Das sieht nach Basteln aus.

Das Schlafgemach

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