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Woche 19

2. Februar 2009 Montag

Jetzt wird Putz gemacht. Die Jungs sind angereist, als wär bei uns Woodstock 2.0 auf dem Gelände. Mit Camper und Vollausstattung für das Päuschen. Clever.

Ich war ja gewarnt, aber das Putzgewerk ist eines, da muss man nicht alles mitverfolgen. Der Bau ist in eine 5-Zimmer-Nasszelle verwandelt worden. Normal, klar. Aber gewöhnungsbedürftig.

Wenn das Schlauch- und Kabelgewirr eine Ordnung besitzt, vermag nur ein Genie sie zu erkennen. Also, für mich sieht das nach Ata-Höhle, Sektion Verl aus.

Die Ecke ist gerade... Objektivverzeichnung

Was man jetzt schon sehen kann ist sehr vielversprechend. Kein Vergleich mit dem alten Mauerwerk. Am besten, man vergisst wie es hinter dem Putz aussieht und verbrennt alle Fotos. Respektive man formatiert die Festplatte und alle Speicherkarten... macht man natürlich nicht.
Aber wie gesagt, das ist vorerst ein zünftiges Geschmocke und Gekleckse wie in der Alete-Testküche. Ich glaube, ich kuck mir das erst an, wenn´s fertig ist.

3. Februar 2009 Dienstag

Wir waren natüüürlich doch vor Ort und haben uns die Fortschritte angesehn. Die Jungs waren fleissig und überall trieft und tropft es. Einige Zimmer sind quasi fertig, das Bad sieht schon super aus, also relativ gegen vorher. Alles astrein glatt.

Jetzt verstehen wir die erstaunten Fragen, warum wir den Bau vor dem Putzen gesaugt haben. Meine Fresse, auf dem Boden sieht´s aus, als hätten wir einen Kursus Töpfern für Kleinkinder gegeben und die Kids hätten sich um die Knete gezofft. Gottseidank kommt da noch Estrich drauf.
Ansonsten haben wir einen wunderbaren Nachmittag im sonnendurchfluteten Verl verbracht. Morgen werde ich ein paar Bilder schiessen, dann dürfte der Putz schon überall verteilt sein - auch an den Wänden.

4. Januar 2009 Mittwoch

Heute wird niemand von uns zur Baustelle fahren. Wer nicht arbeitet, lässt sich vom wirklich schauerlichen Wetter von einer Radfahrt abschrecken. Ich denke, wir geben dem Gipser einen Tag Vorsprung. Jeden Tag muss ich mir das nicht ansehen. Schöner ist´s wenn es dann fertig ist. Nach Aussage der Putzer ist Donnerstag alles soweit. Dann werden wir uns unserer Abspachtelungen noch mal annehmen.

Des Putzers Höllenmaschine.

5. Februar 2009 Donnerstag

Heute konnten wir gleich bei der Ankunft sehen: da hat sich einiges getan. Die Putzkanne vor dem Haus war verschwunden. Ein gutes Omen und fürwahr, drinnen sieht es nunmehr so wohnlich aus, wie nie zuvor, is klar.

Dazu sei gesagt, dass die Bilder nicht annähernd einen realistischen Eindruck vom Putz vermitteln. Der ist glatt wie ein Pfirsich und fühlt sich quasi auch wie ein solcher an. Mit der Blitzerei siehts auf den Bildern fleckig aus, dem ist aber nicht so. Super Arbeit bis in die Winkel, danke schön.

Johanna inspiziert die ordnungsgemässe Ausführung der Arbeit.

Noch einmal, das Objektiv unserer alten Knipse verzeichnet etwas....

Die Verputzung unserer Badezimmerecke finde ich gut gelungen. Ich sehe schon, wie es mit Fliesen mal aussieht... Mitte: der Lokustabernakel.

So hat sich der Look des WC-Ständers gewandelt. Wird fortgesetzt.

6. Februar 2009 Freitag

Heute haben wir unser Gespachteltes mit dem Schwingschleifer in Form gebracht und anschliessend fein gespachtelt. Mit meinem Bosch ging das ohne orthopädische Folgeerscheinungen. Ich hatte einst einen Schleifer aus der Baumarkt-Grabbelkiste. Der orgelte zwar wie wahne, aber am Werkstück kam nix an. Dafür legt das Ding nach 2 Minuten sämtliche Nerven bis zum Schultergelenk lahm.
Das staubt wie Hacke. Da könnten sich die Jungs vom Kokser-Verein Verl eine 30 Meter-Line legen und sich die Nebenhöhlen versiegeln.
Nee, heute liefs prächtig. Melanie hat die Ordnung und Sauberkeit übernommen und das feinspachteln. 2 Räume wären quasi tapezierfähig.
Mein Schwiegervater hat das ausspachteln der “Filigrandecken” (hua hua...) im Untergeschoss besorgt. Stück für Stück nähern wir uns dem Endspurt.
Nächste Woche soll der Dichtigkeitstest erfolgen. Da sind wir aber alle mal sehr gespannt.

Wohnzimmerpanorama. Das Schwatte sind noch 2 Bahnplatten.

7. Februar 2009 Samstag

Fortsetzung der gestrigen Aktion mit gleichen Mitteln. 4 Stunden schleifen und spachteln - fertisch. Heute durfte ich mich solo bestäuben. Meine Lieben waren unterdessen shoppen. Reicht ja, wenn einer sich aufreibt...

Pikant die Aktion mit dem Badezimmerfenster. Um dem Rahmen im Abschluss ein rechtwinkliges Profil zu verleihen, habe ich förmlich gestukkt. Also mit Spachtel modeliert. Auf Neuschwanstein gibt´s auch nichts besseres. Sachen gips...

Morgen noch ein paar Zieselierungen von Hand schmirgeln und die Baustelle abermals räumen. Man glaubt nicht, wieviel Krempel man für ein paar Stündchen Arbeit in´s Haus trägt. Ich tippe mal, besenrein wird´s nimmer. Dafür haben wir selbst nach dem Putzer zu viel rumgekleckert. Und vom Krombacher-Leergut gibt´s einen Carport.

8. Februar 2009 Sonntag

Jaha, auch Sonntag wird jetzt geackert. Ade, Tag des Herrn. Es gibt nur noch Tag des Bau- Herrn.
Wie gemeldet Grossreinemachen und abermaliges leeren des Hauses. Melanie hat rund 3 Stunden gewischt (die Dachbodenplatten), gefegt und gesaugt. Jetzt sieht´s wieder zivil aus. Die Jungs können kommen mit ihrer Fussbodenheizung.
Und Indoor- Stromkasten wäre auch recht, einer der Handwerker war so lieb unser verbuddeltes und angetackertes 50 Meter Stromkabel zum Baustromkasten ordentlich aufzurollen... lieb, aber nicht so praktisch. Muss jeden Tag damit durch das Minenfeld, das die Köter aus der gesamten Nachbarschaft auf dem Grasstreifen angelegt haben. Morgen wird entschieden, wie es weiter geht. So long.

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