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Woche 15

5. Januar 2009 Montag

Baustop auf eigenen Wunsch

Der Petrus hat wohl gerade seine Los Wochos - extra kalte.

Eingeplant waren der Maurer, der Trockenbauer und der Putzer. Die haben wir aber auf eigenen Wunsch nach hinten verschoben. Das Haus ist quasi eingefroren, unter der Unterspannfolie halten sich millimeterdicke Eiskristalle.
Es wäre niemandem gedient, die Arbeiten fort zu setzen. Obgleich ich es der Firma Baudirekt hoch anrechne, dass sie das Haus so fix bauen will und kann.
Der Bauleiter war bass erstaunt. Normalerweise drängeln die Bauherren auf schnellen Vollzug. Aber wir wollen ja ein Weilchen in dem Haus leben. Wir warten lieber auf trockenes, “wärmeres” Wetter.

Wir haben die Gelegenheit genutzt und die Stube mal mit dem Kärcher besenrein gemacht. Ist zwar albern angesichts des Elektriker-Einsatzes, aber es gibt einem das gute Gefühl.

6. Januar 2009 Dienstag

15.00 Uhr war heute Treffen mit dem Elektriker und dem Heizungs- Installateur. Erste Frage: “Haben Sie die Heizung dabei?” Es war schweinekalt im Gebäude. Wenigstens ein warmes Kirschkernkissen hätten die Jungs mitbringen können. Wunderbarerweise ist mein Biervorrat noch flüssig. Aber das Zeug bringt jeden Zahnschmelz zum Bersten.

Wir haben die Lage der Steckdosen, Lampen, Schalter etc. etc. etc. geklärt. Der Herr Schlüter hatte so manchen Tipp aus dem Nähkästchen im Bestand. Der ist sicher daran gewöhnt enthusiastischen Bauherren die Flausen auszutreiben. Die ein oder andere Idee unsererseits wurde auf vernunftgerechtes Mass gestutzt. Übrig blieb ein praxisgerechtes Elektro-Setup mit einigen Extras. Manche freilich kostenpflichtig, das ist normal.

Mit dem Herrn Erfkamp vom Installations-Gewerk gab es wie gewohnt Konsens. Einige Spezialideen wie der feuchtegesteuerte Lüftungsautomat wurden mit dem Elektriker synchronisiert, die Lage der Heizverteiler optimiert, dann war schon alles klar. Ach ja, die Sat-Antenne wird auch vom Installateur übernommen. Is klar,wenn sich einer mit Schüsseln auskennt, dann der Klempner...

Nur noch auf ASCH-tra ausrichten.

Nach rund einer Stunde hatten aber alle genug von der aufsteigenden Bodenkühle. Meine Synthetiksocken fingen schon an zu bröckeln. Gut, dass wir noch eine beheizte Zweitwohnung haben. Daselbst haben wir uns verdientermassen mit Heissgetränken aufgetaut.

In den nächsten Tagen wird sich der Fuger melden und uns eine Probeline ziehen, damit wir uns ein Bild machen können, wie die von uns gewünschten hellen Fugen aussehen.

8. Januar 2008 Donnerstag

Neugierig ist man ja doch. Das eisklare Sonnenwetter haben wir für eine Expedition zum Bau genutzt. Mal sehen, ob noch alles da ist, ist das Wasserrohr heile? Beides ja.

Der Frost hat das Land noch immer unbarmherzig im Griff. Aber die Sonne taut schon was weg. Unter dem Dach hingegen ist einiges an Wasser zu Reif erstarrt. Schön anzusehen, wollten wir aber nicht in der ISO haben. Darum erst mal die Pause.

Wenn das abgelaufen ist, können wir den Trockenbau tatsächlich im Trockenen ausführen. Das dürften schon einige Liter Wasser sein.

Selbstverständlich lässt sich bei dem Wetter auch was anderes anstellen, als nur auf Baustellen abzuhängen. Hier unser selbstgebauter Reiseschneemann zum mitnehmen.

Der Hausanschluss ist provisorisch eingedämmt. Ich hörte, die Wasseruhr neigt zum platzen, wenn sie viel Kälte abbekommt.

11. Januar 2009 Sonntag

Die ruhigste Woche seit Baubeginn ist zu Ende. Auch die Eiszeit scheint vorerst vorbei. Morgen soll es schon 5-6 Grad haben. Celsius.
Teilweise tropft das Wasser schon von der Unterspannfolie. Damit das schneller geht, werde ich morgen mal mit einem Gasbrenner etwas anheizen. Wir haben uns so ein Propeller-Gasheizrohr geliehen. Das macht einen Mörderbetrieb.

Das Dach ist auch schon schneefrei. Die Sonne hat am Wochenende ganze Arbeit geleistet.

Habe letzte Woche mit dem Putzer ein paar Sachen besprochen. Er kann ja nichts machen bei der Kälte. Er meinte, eine weitere Baustelle bleibt auch liegen. In Olfen. Wenn das mal nicht der Kollege Björn von daselbst ist. Wenn ja: Beileid.

O.K. Morgen werde ich ein paar Infos vom Bauleiter einholen und die Sachen wieder ins Rollen bringen. In 1-2 Wochen ist die Kunstpause hoffentlich Geschichte. Wir haben gestern eine Couch bestellt, die muss ja irgendwo stehen.

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